Christine Tritschler
nach F. Scott Fitzgerald
in der Bühnenfassung von Rebekka Kricheldorf | bearbeitet von Sophia Aurich
Regie Sophia Aurich | Bühne & Kostüme & Video Alexander Grüner | Musik Friederike Bernhardt
Choreographie Campbell Caspary | Dramaturgie Stefan Herfurth, Leonie Stäblein| Licht Katrin Otte
Regieassistenz Jonathan Giele| Inspizienz Lara Jacobus | Soufflage Veronika Schepping
mit Johannes Bauer, Stefan Siebert, Katharina Hintzen, Benjamin Schardt, Vera Hannah Schmidtke, Christina Tzatzaraki, Anton Löwe
Premiere am 12. September 2026 am Rheinischen Landestheater Neuss
Rauschende und rauschhafte Feiern voller Exzesse, exklusive Events im Allergeheimsten, Rhythmen voller Ekstase und Enthemmung – und einer steht außerhalb und guckt nur zu. Nick Carraway zieht in ein mehr als bescheidenes Haus auf Long Island, dessen gigantisches Nachbargrundstück ausgerechnet dem mysteriösen Jay Gatsby gehört, der jedes Wochenende die wildesten Partys in seinem schlossartigen Anwesen veranstaltet. Als Nick seine Cousine Daisy und deren Mann Tom Buchanan besucht, lernt er Jordan kennen, in die er sich verliebt – und wie zufällig wird er kurz darauf von seinem schillernden Nachbarn zu einem dieser ebenso schillernden Abende, bei dem er Jordan wiedertrifft, eingeladen. Bald erfährt Nick auch den Grund: Daisy ist Gatsbys große Liebe, die er mit seinen heimlichen und doch so lautstarken Festen auf sich aufmerksam machen möchte. Nun soll Nick ihm helfen, wieder mit Daisy zusammenzukommen. Tom unterhält inzwischen gerade eine Affäre mit Myrtle Wilson, der Frau des Tankstellenbetreibers George. Eine Affäre seiner Frau wird er allerdings nicht so einfach tolerieren und an einem besonders heißen Tag in New York brodelt die aufgeheizte Situation zwischen all diesen Menschen so sehr, dass der angestaute Druck sich eigentlich nur über eine heftige Explosion entladen kann.
Soziale Ausgrenzung und Ungerechtigkeit, rascher Aufstieg und rapider Fall, rasende Eifersucht und hemmungsloser Betrug sind nur einige der Themen, die F. Scott Fitzgerald in seinem vor einhundert Jahren erschienenen Roman eindrücklich beleuchtete – und damit ein Abbild der 1920er-Jahre in den USA schuf. Und auch ein Jahrhundert später suchen Menschen verschiedenste Wege, aus ihrem Alltag oder vor der angespannten Weltlage zu fliehen – und sei es auch bloß für einen einzigen unvergesslichen Abend.
























